Donnerstag, 28. Juni 2012

Karl Otto


Brutal Verbimmelt (Berlin), Blank Pages (Berlin/Münster) + UV Glaze (Berlin), Kastanie (02.06.2012)

Rauf aufs Fahrrad und ab in die Kastanie. Soli-Konzert für die Entstehungskosten des ersten Tatoo Circus Berlin. Muss ich mich bei Gelegenheit mal schlau machen, aber mit 5,00 Euro Eintritt haben sie es heute nicht ausgereizt. By the way, fünf Euro Eintritt gehört inzwischen auch in den Punkerläden in Berlin zum guten Ton, gerne auch mal sechs oder sieben. Hamburger Verhältnisse in der Hauptstadt? Egal, Hauptsache endlich mal Brutal Verbimmelt sehen, die ich bislang verpasst hatte. Los gings mit dem ersten Konzert von UV Glaze. Noisepunk würd ich mal sagen und durch die spitzen Performance des Sängers auch unterhaltsam. Macht ordentlich den Flummi auf der Bühne, stürzt ins Schlagzeug und zappelt im Gleichschritt zur Musik ab. Hat mit Herpes definitiv nichts mehr zu tun und es ist eine Wonne, Berliner Hipster Musik beizuwohnen. Hier gibts das Zeug:

Im Anschluss dann Blank Pages. Ups, was ist denn da passiert? Besteht die Band nur (noch) aus dem Sänger? Der junge Mann am Schlagzeug dürfte jedenfalls zu den Modern Pets gehören. Unsereins weiß nicht, wie er mit seinen Terminen über die Woche kommt und der hat neben dem Dauertouren noch Platz für eine weitere Band. Krass. Bin ein wenig unschlüssig. Einerseits schöne Musik aber es stellt sich bei mir auch eine Unruhe ein.


Zu guter Letzt dann BRUTAL VERBIMMELT. Die ersten Auftritte hab ich leider verpasst und freue mich, endlich mal wieder Baddy auf der Bühne zu sehen. Brutal Verbimmelt ist eine Deutsch-Punk-Coverband aus Berlin und ähnlich wie bei der Punkrock-Karaoke-Bande aus Bremen passt hier dank fähiger Musiker einfach alles. Ich bin Fan und fange gerade an zu zappeln, als nach gefühlten zehn Minuten das Konzert zu Ende ist, weil die Polizei wegen Verstoßes gegen den Lärmschutz vor der Tür steht. Ich bin beim nächsten Konzert auf jeden Fall wieder am Start.


Vorsicht auf öffentlichen Toiletten...


Berlin Style - Vol. IV

Ich liebe Berlin! Während Deutschland gerade gegen Italien verliert, muss ich mich bei der letzten Hunderunde wundern, dass im Park jetzte zweite Bank besetzt ist. Es gibt also neben mir auch noch genügend andere Menschen, denen Fußball bzw. die Nationalelf weitestgehend egal ist.
By the way... Es wurde zuletzt ja immer berichtet, dass auf der Fanmeile in Berlin bis zu 500.000 Leute bei den Spielen der Deutschen am abfeiern sind. Das würde bedeuten, dass jede/r siebte Berliner/in heute am Brandenburger Tor abhängt. lol...

Freitag, 15. Juni 2012

Jah Wobble & Keith Levene - Play "Metal Box" in DUB - Live Berlin (18.06.2012)

Das Konzert war eine verdammte Zeitreise... einfach nur verdammt cool. Ich bin davon überzeugt, dass da dieses Jahr nichts mehr kommt, was das toppen kann. Allein das Konzertplakat ist der Hit...



Danke Bill, dass Du mich an Jah Wobble herangeführt hast!

Lou Reed (Interview in der Berliner Zeitung 2012)

Ich konnte mit Velvet Underground noch nie was anfangen. Sonic Youth ist mein Ding, aber dieses ganze Singer/Songwriter Gedöns auf der Wandergitarre hat mich schon immer genervt. Bei dem Interview mit Lou Reed in der Berliner Zeitung musste ich allerdings mehrfach lachen, z. B. über folgenden Auszug:

Würden Sie auch verraten, was Sie an Berlin lieben?
Nein. Hören Sie mal zu: Sie machen hier ein Interview mit jemand und fragen, warum der diese Stadt mag. Das kann doch nur ein Gefälligkeitsartikel werden. Das ist Bullshit. Sie können sich eine Schildkröte besorgen, die kann ihnen so eine Frage beantworten.
Aber ich wäre an der Antwort der Schildkröte weniger interessiert als an Ihrer.
Dann sollten Sie sich eine andere suchen.

 Klasse! Das würde ich mir mal für das eine oder andere Punk-Rock Fanzine/Magazin wünschen. All die immer gleichen Fragen UND Antworten. Wie Lou Reed schon sagt: Gefälligkeitsartikel zur Promotion der neuen Platte/Tour. So wegweisend können die ganzen Bands gar nicht sein, so positiv wie die Neuveröffentlichungen ständig besprochen werden. Das merkt man spätestens ein bis zwei Jahre später, wenn die nächste Platte kommt und auf einmal davon gesprochen wird, dass sich die aktuelle Veröffentlichung wieder sehr viel energetischer als das Werk davor anhört blabla.

Ich finde es auf jeden Fall in erster Linie ehrlich, wenn ein gestandener Musiker wie Lou Reed sich nicht auf sein "laber laber" Niveau herablässt, wie zum Beispiel Iggy Pop, der so tief im Rockzirkus verwurzelt ist, dass Interviews mit ihm nur noch langeweile verbreiten (was seine Live-Show selbstverständlich ausschließt). Wäre auf jeden Fall mal wieder schön, in den einschlägigen Gazetten ähnlich gute Antworten auf bescheuerte Fragen zu lesen.

Hier das ganze Interview:

 http://www.berliner-zeitung.de/musik/lou-reed-lou-reed-hat-keine-botschaft,10809182,16363588.html

Guitar Wolf - Tour 2012

Was für ein Trauerspiel. Die beste Live-Band der Welt ist auf dem Kontinent und ich kann mir das Konzert nicht ansehen, weil wir ausgerechnet an dem Wochenende unwiderruflich verplant sind. Mäh! Guitar Wolf haben 2011 so verdammt gut abgerockt, dass ich hiermit meine uneingeschränkte Empfehlung zum Konzertbesuch ausspreche.





Jun. 16, Sat: Würzburg, lmmerhin
Jun. 17, Sun: Osnnabruck, Bastard Club
Jun. 18, Mon: Hamburg, Hafenklang
Jun. 19, Tue: Trier, Exhaus
Jun. 20, Wed: Erfurt, Engelsburg
Jun. 21, Thu: Leipzig, Mama
Jun. 23, Sat: Berlin, Roter Salon

http://www.guitarwolf.net


Montag, 11. Juni 2012

Sonntag, 10. Juni 2012

Hafengeburtstag Hamburg 2012

Ist zwar schon etwas her, aber wir hatten so einen schönen Nachmittag im Hafen. Im nächsten Jahr definitiv wieder am Start. Dann hoffentlich auch wieder Zeit für das Abendprogramm.

Baustelle

Spitzenmäßiger Nachmittag auf der Baustelle. Wir kommen wieder...

Unser Sommerurlaub in der Heide ist gebucht... Planschbecken im Garten, Quellenbad, Heidespaziergänge, Heide-Park und grillen ohne Ende...

Strafe muss sein...

Heute in der Berliner Zeitung folgenden Artikel von Abini Zöllner über Verkehrskontrollen in der Nacht gelesen:

Das Rockkonzert ist zu Ende, die Musiker fahren nachts heim. Der, der am wenigsten getrunken hat, sitzt am Steuer. Kurz vor dem Ziel wird der Band-Bus angehalten. Frage des Polizisten: "Haben Sie Alkohol  zu sich genommen?" Antwort des Fahrers: "Nein ich habe keinen Alkohol zu sich genommen."
Nun ist ein Püsterchen fällig. Seien Sie doch so nett...Steigen Sie bitte aus...Weiterfahrt nicht möglich...War leider die falsche Antwort. Keiner lachte, außer einer.
Später, jener lachende Musiker ist aufs Rad umgestiegen, passiert dies: Er donnert nachts die Wichertstraße runter. Mit einem mäßig verkehrssicheren Gefährt! Ohne Licht! Auf dem Bürgersteig! Plötzlich bemerkt er neben sich ein Polizeiauto. Intuitiv stellt er sich ein: auf Rechtfertigungsversuche (Schlaglöcher!), auf Konflikte (Schleichwege!) und auf böse, vielleicht sehr böse Argumente (Fünf-Sterne-Verletzung?).
Da vernimmt er aus dem Lautsprecher ein schlichtes: "Wir grüßen den Organspender!" Dann fuhr das Polizeiauto einfach weiter.
Was denn, keine Belehrung? Keine Strafe? Ja ist Berlin denn neuerdings eine konfliktfreie Zone? "So erniedrigt, so ignoriert, so gekränkt" - erzählte er uns dann - habe er "sich noch nie gefühlt". Alle lachten, außer einer.

Samstag, 9. Juni 2012

The Idiots (der Film...)

Geiler gehts ja wohl nich. Die Autos, die Klamotten...absolute Zeitmaschine...

Freitag, 8. Juni 2012

Feueralarm

Ich bin in der Großstadt angekommen. Die Polizei, den Krankenwagen und die Feuerwehr beachte ich schon gar nicht mehr, so oft fahren die mit ihren lautstarken Sirenen täglich an mir vorbei. Heute morgen wurde ich allerdings hellhörig. Nachdem wir aus dem Hinterhof durchs Fenster Brandgeruch wahrgenommen haben und die Luft verraucht war, dauerte auch nur noch wenige Minuten, bis vor der Haustür die Einsatzwagen vorgefahren sind. Glücklicherweise mussten sie nicht zu uns ins Haus, sondern nach nebenan. Für unseren Youngster war es so früh am morgen natürlich der Höhepunkt des Tages. Polizei, die Feuerwehr und dann wurde auch noch die Leiter ausgefahren...

Montag, 4. Juni 2012

Erotic Devices (Berlin) + The Ricky C. Quartet (London), 19.05.2012 (KvU/Berlin)

Ein perfekter Sommertag neigt sich dem Ende und ich schwing mich auf das Fahrrad in die KvU. Los gings mit den EROTIC DEVICES, von denen ich inzwischen echt Fan bin. Die Single ist einfach super geworden und die Band scheint gerade den Modern Pets in Sachen touren nachzueifern und spielen ganz viel live. Erotic Devices sind eingespielt und jeder Song sitzt. Keine Pausen zwischen den Stücken und immer nach vorne. Richtig klasse finde ich auch, dass sich die Musik nur noch beiläufig nach den Ramones anhört und die Lieder eine eigene Dynamik entwickeln und zwar mit verdammt guter Hitdichte. Dazu ist die Band optisch ein echter Hingucker und man kann sich nur wünschen, dass die unterschiedlichen Wohnorte der Bandmitglieder auch weiterhin kein Problem zum regelmäßigen proben und touren werden. Ich freu mich jedenfalls riesig auf die Langspielplatte. Wenn ich mir nicht sicher wäre, dass die Drei bereits alles unter einen Hut gebracht haben, würde ich glatt noch ein Label gründen...







Weiter gings mit THE RICKY C. QUARTET aus London. Wo da jetzt der Zusammenhang besteht zu Johnny Throttle hat sich mir vor Ort nicht so ganz erschlossen, aber das war auch gar nicht weiter wichtig. Wie immer aus London war perfektes Styling angesagt und es wurde vom ersten bis zum letzten Lied Rock´n´Roll gespielt. Irgendwie Glam, ich fühlte mich jedenfalls an Sweet und die Bay City Rollers erinnert. So soll ein Konzert sein; Spaß hat es gemacht und jung und frisch hat es geklungen, auch wenn "die Musik" schon älter als ich ist. Jederzeit wieder. Danke!