Sonntag, 17. September 2017

Cinema Perverso - Die wunderbare und kaputte Welt des Bahnhofskinos (ARTE)

Ich denke mal, wer so bis 1970 geboren ist, der kennt sie noch - die Bahnhofskinos bzw. die Filme die zu dieser Zeit neben den Blockbustern im Kino liefen. Ich jedenfalls kann mich an meinen ersten BRUCE LEE Film noch erinnern, den ich damals in unserer Kleinstadt im Kino gesehen habe. Da wurde ich auch nicht nach meinem Alter bzw. nach meinem Ausweis gefragt. Analog zu der Arte Doku kam es immer darauf an, wer gerade an der Kasse saß. Ich habe BRUCE LEE über Dieter kennengelernt. Dieter hatte damals bei meinen Eltern ein Zimmer gemietet, arbeite im Holzeinschlag, hatte selbst gestochene schlechte Tattoos und machte Kampfsport. Als er irgendwann ausgezogen ist, hat er mir einen ganzen Stapel KUNG-FU-Comics geschenkt. Da war ich bereits Fan von BRUCE LEE, woran sich bis heute nichts geändert hat. Die Filme sind unschlagbar gut und ich kann sie mir immer und immer wieder ansehen. Zu der Zeit liefen auch schon MONDO-Streifen, Schulmädchen-Reports usw.. Von meinem Konfirmationsgeld kaufte ich mir einen Fernseher und einen VIDEO 2000. Von da an habe ich mir über viele Jahre jeden Mist angeguckt und war in der Videothek Dauergast. Erstaunlicherweise hat man es auch dort nie so genau genommen mit der Altersbeschränkung. Von daher bin ich natürlich für die Doku, die gerade bei Arte noch bis Dezember zu sehen ist, Zielgruppe und war absolut begeistert. Während Charles Bronson in den USA "Ein Mann sieht rot" war, lief hier "Macho Man" (in voller Länge auf youtube) mit Rene Weller und der absolute Knaller "Blutiger Freitag" mit Raimund Harmstorf, den man noch als "Bösewicht" aus "Sie nannten ihn Mücke" mit Bud Spencer kennt. Was in der Doku komplett außen vor bleibt sind die ganzen Endzeit- und Zombiefilme. Auch die Horrorstreifen werden nur angeschnitten. Ich würde mir das alles gerne noch mal wieder ansehen, insbesondere die Low-Budget-Streifen von vor 1970 und gar nicht mal unbedingt die amerikanischen Produktionen. Die einstündige Doku fetzt auf jeden Fall. Hier der Link zur Arte-Mediathek:

https://www.arte.tv/de/videos/048647-000-A/cinema-perverso/



Mittwoch, 13. September 2017

HEAVY LIDS - GRAVITY REVERSE

Band ist gerade in Deutschland auf Tour. Am Wochenende in Berlin. Das Video finde ich total gut/lustig.

Sonntag, 3. September 2017

SHOCKY ✖ MEIN LICHT ✖ mit GRAFI

Verdammt... was ist das denn? Shocky kenne ich doch, der stand neulich noch zusammen mit SWISS aus Hamburg auf der Bühne.

Samstag, 2. September 2017

Kinoprogramm

Los ging es diese Woche mit ATOMIC BLONDE, den ich insbesondere deswegen gucken wollte, weil er in Berlin spielt. Da Berlin aber inzwischen vollständig saniert ist, wurden die Außenaufnahmen weitestgehend in Osteuropa gedreht und das wiederum kann selbst ich als Zugezogener erkennen. Aber auch die ganze Handlung ist schwach. Ein Agentenfilm im Tarrantino Style, dazu James Bond und Mission Impossible, eine Prise Kingsman, aber leider mit einem zu kleinen Budget. Eine sinnlose Prügelei (mit der Besonderheit, dass hier eine Frau ordentlich austeilt, aber auch einstecken kann) im Rahmen einer kruden Storyline. Insgesamt auszuhalten, aber definitiv kein Film den man gesehen haben sollte. Achja, der Soundtrack ist sehr cool geworden.


Mitunter ist es in meinem UCI so, dass trotz zehn Kinos manchmal Filme genauso schnell wie sie im Programm erscheinen, auch schon wieder verschwunden sind oder nach nur einer Woche für ein paar weitere Tage im Nachtprogramm laufen. Bei Tulpenfieber hatte ich etwas Sorge, dass er mir durch die Lappen gehen könnte und bin dann diese Woche gleich hin.

Die Punktzahl von 7,5/10 gibt es auf jeden Fall alleine wegen der Nerven zerreißenden Spannung zum Ende des Films. Diese war für mich nur schwer auszuhalten. Drama pur. Die Geschichte war toll und die Charaktere allsamt gut ausgewählt. Selbst Christoph Walz als Zugpferd wußte mir zu gefallen, wo ich ihn doch zuletzt nicht mehr sehen mochte. Leider war die Kulisse zu überschaubar – mit einem etwas höherem Budget wäre da sicherlich noch mehr drin gewesen. Vielleicht habe ich zuletzt auch einfach nur zu viel Mainstream Actionkino gesehen, aber nein, das war schon richtig gut – und spannend!


Die Überraschung der Woche war aber ganz klar THE LIMEHOUSE GOLEM. Ich habe mich total gefreut, als ich in der Programmübersicht am Donnerstag erstmals von diesem Film gelesen hatte. Komisch, es gab dazu in meinem Kino überhaupt keine Vorschau. The Limehouse Golem ist genau meine Nietenjacke. Sherlock Holmes, Jack The Ripper, London um 1800.... ein perfektes Szenario. Der Film war dann auch ganz großes Kino und genau solche Streifen würde ich mir gerne öfters auf der Leinwand wünschen. Die Geschichte ging einerseits voran und wurde doch von hinten aufgearbeitet. Das solide Tempo konnte bis zum Ende gehalten werden und ich bin glücklich und zufrieden wieder raus aus dem Kinosaal.